Jakob ALT

Jakob Alt † Okt. 2016

 "Warum ich die Volkinitiative zur Ernährungssouveränität unterstütze:

Um unsere verrückte Welt begreifen zu können, besuche ich seit Jahrzehnten immer wieder Tagungen und Seminare, lese Berichte und Studien, gehe an Demos und Aktionen.
Fast immer dasselbe Fazit:
Wir plündern den Planeten und leben auf Kosten künftiger Generationen. Ein grundlegendes Umdenken und Handeln ist dringend nötig. Ernährungssouveränität bündelt in idealer Weise die zentralen Anliegen und zeigt, wie man fair, gerecht, solidarisch und nachhaltig an- und umbauen kann. Ernährungssouveränität hat sowohl den Menschen, die Demokratie, als auch den Globus im Blick." 

Bauer im Kanton Zürich und Vize-Präsident Uniterre

5a12 Martin Koechli 3.jpg

Martin Köchli

"Des Menschen Hang zur Ungerechtigkeit macht Demokratie nötig – des Menschen Sinn für Gerechtigkeit macht Demokratie möglich. Das gilt auch für den Umgang mit Nahrungsmitteln. Es gilt, ihn demokratisch und überschaubar zu gestalten und spekulativen Gewinnmaximierungen auf Kosten einer ausgebeuteten Umwelt und ausgebeuteter Menschen einen Riegel zu schieben."

Präsident des Bioforum Schweiz

Christine Held Portait

 Christine Held

Die Volksinitiative ist nötig, weil wir Schweizerinnen und Schweizer selber über unser Leben bestimmen wollen.

Um frei wählen zu können, was wir essen, brauchen wir auch eine starke lokale Produktion nach Standards die wir selber bestimmen.

(Ohne Ernährungssouveränität gibt’s keine Landessouveränität – wie H.Kissinger sagte:  “Control the oil and you control nations; control food and you control the people.“)

Autorin Agrarinfo.ch

CharlesBernardBolay site

Charles-Bernard Bolay

Ich unterstütze diese Initiative, weil es die beste Art ist, heute und in Zukunft, eine menschliche Landwirtschaft für unsere Gesellschaft, welche zu ihren Wurzeln zurückfinden muss, zu garantieren.

Bauer im Wadtland und Präsident Uniterre

Hansuli Huber

Hansuli Huber

Die Initiative setzt einen bitter nötigen Kontrapunkt: Statt schrankenlosem Freihandel mit zunehmender Auslandabhängigkeit, Förderung einheimischer Bauernbetriebe, statt zunehmender Importe von ökologisch, sozial und tierschützerisch fragwürdigen Lebensmitteln, Stärkung der Ernährungssouveränität.

Direktor Tierschutz Schweiz

Gröbly Thomas 20120910 113350 470

Thomas Gröbly

"Mit hoher Biodiversität und einer kulturellen, sozialen und ökonomischen Vielfalt sind die Landwirtschaft und unser gesamtes Ernährungssystem den aktuellen Problemen gewachsen. Leider werden diese Kritierien kaum erfüllt, weshalb es diese Initiative mit ihrem umfassenden lokalen und globalen Ansatz braucht. Es sind hohe Ziele, aber wenn es um unser tägliches Essen geht, dürfen wir uns nicht mit halben Lösungen abspeisen lassen.“

Ethiker, Dozent an der FHNW

raymond getaz portraitweb

Raymond Gétaz

Mit meinen Aktivitäten möchte ich zu einer guten und ausreichenden Ernährung von Allen beitragen und ich betrachte das „Recht auf Nahrung“ als prioritäre Forderung in einer Welt, die dieses elementare Recht einem grossen Teil der Menschheit verweigert.

Die offizielle Agrarpolitik privilegiert weiterhin die Konzentration der Landwirtschaft in wenigen Händen, doch die Ernährung betrifft uns Alle und eine gute Nutzung der Ressourcen, der Möglichkeiten und des Reichtums des Bodens verlangt viele Hände.

Selbstbestimmungsrecht auf Nahrung ist die Grundlage für eine funktionierende Demokratie.

Genossenschafter Longo maï

Ulrike Minkner

Ulrike Minkner

"Ich bin für Ernährungssouveränität, weil ohne internationale Solidarität und ohne Einbezug der Bevölkerung, keine zukunftsfähigen Perspektiven entstehen können. Seien wir gradlinig und fordern das ein, was den Bewohnerinnen und Bewohnern eines jeden Landes zusteht: Faire Löhne und faire Preise, ein rücksichtsvoller Umgang mit der Natur, eine glasklare Marktübersicht sowie eine eindeutige  Produkte-Information für die Konsumentinnen und Konsumenten".

Bäuerin und Vize-Präsidentin Uniterre

LuigiDAndreaPortrait

Luigi D'Andrea

Die Landwirtschaft ist der Pfeiler, welcher die Grundlage für die  Entwicklung, die Organisation und die Pflege der Zivilisationen bildet. Eine souveräne, vielfältige und gerechte Landwirtschaft, welche die ökologische und wirtschaftliche Widerstandskraft fördert, ist das notwendige Minimum für die  langfristige Aufrechterhaltung einer friedlichen Gesellschaft. Die Initiative für Ernährungssouveränität ist ein erster gründlicher Reformationsversuch eines Produktionssystems, welches  die Erde und die Menschen ausser Acht gelassen hat.

Biologe

Hans Bieri SVIL Passbild

Hans Bieri

"Ich unterstütze auch die Initiative der Uniterre, weil darin Alternativen gegen die schleichende Verindustrialisierung und Fremdbestimmung der eigenen Ernährung aufgezeigt werden. Die Initiative gibt den Bauern mehr Marktmacht gegen den Trend zu mehr Wachstum von Handel/Verteilern und Nahrungsmittelverarbeitern der zweiten Stufe und deren internationaler Konzentration. Die Initiative ermöglicht, dass die KonsumentInnen über die Bedingungen der Lebensmittelproduktion in Feld und Stall viel besser orientiert sind und die Bauernbetriebe im engen Dialog mit den KonsumentInnen regional vielfältiger, artenreicher produzieren und sich der Naturgrundlage sowie den vitalen Bedürfnissen der KonsumentInnen besser anpassen können."

Raumplaner

Sauvinweb

Philippe Sauvin

Die Landwirtschaft ist eine gesellschaftliche Entscheidung und die Initiative für Ernährungssouveränität die Voraussetzung dafür. Ich hoffe, dass sie das Bewusstein weckt und dass die Arbeitsbedingungen verbessert werden können, vor allem diejenigen der landwirtschaftlichen Angestellten.

Gewerkschaftssekretär

tombezweb

Pierre-André Tombez

"Ich unterstütze die Initiative, um mit Vergnügen in eine Scheibe echter Demokratie zu beissen, gewürzt mit einer guten Portion Humanismus, ohne Beigeschmack von erforderlichem Gewinn, aber mit dem Duft von Solidarität".

Bauer im Wadtland, ehem. Präsident Uniterre

Zisyadis portrait

Josef Zisyadis

"Die heutige Realität ist die, dass die Versorgung genügend günstig ist und wenn sie noch günstiger würde, wäre dies eine Unterwerfung unter das Diktat  der Agrarmultis . Es gibt keinen Grund die Zukunft zu akzeptieren, welche sie uns präparieren: Arm und fettleibig sein, mit Nahrung von schlechter Qualität. Man muss einfach einen korrekten Preis für die Arbeit in der Landwirtschaft zahlen. Aber dafür müssten die Zwischenhändler aufhören sich die Taschen voll zu füllen".

 Theologe

H R Herren portrait

Hans Rudolf Herren

„Ich unterstütze die Initiative weil sie ein Schritt zur Umsetzung des dringend notwendigen Kurswechsels zu einer ökologischen und sozial förderlichen Landwirtschaft ist. Die Wichtigkeit des Zuganges zu Saatgut, attraktive Beschäftigung in einer kleinbäuerlichen Landwirtschaft, sowie die kritische Haltung zur Gentechnik wurden bereits im von mir präsidierten Weltagrarbericht betont. Ich begrüsse es, dass die Initiative diese Themen in der Schweiz angehen will. Aber auch in Afrika und in UNO Gremien besteht Handlungsbedarf, dort werde ich mich mit der Stiftung Biovision weiterhin für diesen Kurswechsel einsetzen.“

Hans-Rudolf Herren, Agronom et Entomologe, Alternative Nobel Preis Inhaber , ehem. co-Präsident Weltagrarbericht (IAASTD)

Valentina

Valentina Hemmeler Maïga

Diese Initiative steht im Einklang mit den Ansprüchen unserer Kollegen und Kolleginnen von La Via Campesina. Sie bietet  einen glaubwürdigen dritten Weg für die Landwirtschaft und Ernährung in der Schweiz und stellt den Menschen ins Zentrum der Debatte rund um Ernährung. Damit fairer Handel zur Regel wird; überall. Denn Landwirtschaft und Ernährung sind Themen, die uns alle betreffen.

Agronomin

JorgRechsteiner

Jörg Rechsteiner

Wirtschaft ohne Wachstum eine Utopie ?Gewirtschaftet wird nur nach den Bedürfnissen der Menschen im Einklang mit der Natur und allen Lebewesen ! Jeden Abend frage ich mich:

1. Was hat der heutige Tag in meinem leben verändert ?

2. Welche Erwartungen wurden erfüllt, welche nicht ?

3. Was sind die schönsten Erinnerungen, die ich behalten werde ?

4. Wie geht es morgen weiter ?

5. Wie mache ich das beste aus meinem Leben ?

6. Wieviel Zeit habe ich anderen Menschen / Lebewesen / Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt ?

7. Wie finde ich Zeit zum ausruhen und ausspannen, damit die Kraft nicht ausgeht?

Bauer im Kanton Thurgau, Mitglied Vorstand NBKS

Glaettliweb

Balthasar Glättli

"Wenn Landwirtschaft entwickelt und lokal gelebt werden soll, mit Füssen, die in unserem Boden verankert sind, muss sie von einer internationalistischen Vision angetrieben werden. Nur so werden wir das "buen vivir" der unterschiedlichen Völker fördern".

Kleinunternehmer, Nationalrat Grüne

photo jean ziegler 01

Jean Ziegler

Vor Ort, von der Mongolei bis Brasilien, habe ich die absolute Notwendigkeit einer radikalen Wende der Agrarpolitik erkannt. Dieser Initiativtext ist grossartig; Die Ernährungssouveränität als übergreifender Grundsatz! Die Bauern werden in ihrer wesentlichen sozialen Rolle anerkannt. Die internationale Solidarität ist eine weitere Dimension.

Vize Präsident des Beirat des Menschenrechtsausschuss UNO

FlorianBuchwalderweb

Florian Buchwalder

""Du bist was du isst", das ist Zentral! Schauen wir nur mit was wir uns heute unseren Körper füllen, und was wir mit diesem Konsum an uns und Weltweit anrichten. Das Konzept der Ernährungssouveränität gibt unserer Nahrung wieder die verdiente Beachtung und Wertschöpfung"

Bauer im Kanton Baselland, Präsident Sektion Uniterre Nordwestschweiz

coulibaly 8121 35

Ibrahim Coulibaly

"Eigene Nahrung zu produzieren, einheimisches Saatgut zu bewahren und den Markt gegen die Auswüchse des internationalen Handels  zu schützen, ist ein Recht, das nicht verhandelbar ist. Bauernautonomie ist die Garantie für ein Land, eine Nation, die Nahrungsmittelproduktion zu erhalten, egal was geschieht, weil das Bedürfnis sich zu ernähren, das ist was übrig bleibt, wenn ein Land alles andere verliert".

Président de la Coordination nationale des organisations paysannes du Mali (CNOP), vice-président du Réseau des organisations paysannes et de producteurs de l’Afrique de l’Ouest (ROPPA), membre de La Via Campesina.

DeolindaCarrizoMNCI

Deolinda Carrizo

 Die Nationale Indigene Bauernbewegung - Operative Sekretär CLOC- (lateinamerikanischen Koordination der Bauernorganisationen) unterstützt die Schweiz auf dem Weg, über die politischen Anerkennung der Ernährungssouveränität, die nötige Rechtskraft für ihre eigene Bevölkerung und für die Welt, zu erreichen. Die Ernährungssouveränität ist das Recht zu entscheiden, welche?, wie? und wie viele? Lebensmittel, im Einklang mit den eigenen örtlichen Besonderheiten und im Respekt und im Denken für künftigen Generationen, hergestellt werden. Den Fokus auf Ernährungssouveränität zu haben, heisst auf das bäuerliche Leben und auf den Wert, den sie für die Bevölkerung darstellt, zu setzen: Auf die kulturellen Wurzeln, auf die Vielfalt, auf Multidisziplinarität und auf Agro-Ökologie.

Sekretariat der CLOC (lateinamerikanischen Koordination der Bauernorganisationen)

saragih

Henry Saragih

Unser Kampf, basierend auf der Mobilisierung der Bevölkerung, manifestiert sich jetzt auch in politischen Prozessen Auch in Indonesien konnten wir im Jahr 2013 das Parlament dazu zwingen, das Gesetz Nr. 13  zu erlassen, welches zum Ziel hat, die Bauern zu schützen und zu fördern. Ausserdem haben wir im Jahr 2012 unser Gesetz zur Ernährung erneuert  und gewisse Aspekte des Konzepts der Ernährungssouveränität wurden eingefügt. Es ist sehr wichtig, die Ernährungssouveränität in die Schweizer Verfassung zu schreiben. Dies, weil die Verfassung die Aufgabe hat, den Ernährungsbereich für die Schweizer Bevölkerung zu garantieren, unter Wahrung und Schutz unseres gemeinsamen Planeten.
Henry Saragih, Präsident der Indonesischen Bauerngewerkschaft SPI, ehemaliger Generalkoordinator von La Via Campesina

cissokho1

Mamadou Cissokho

„Wir sind, was wir essen.“ Mit dem Aufruf an die Bevölkerung sich über an die Schweiz angepasste Produktionssysteme zu äussern, für heute und für morgen, rufen die Bäuerinnen und Bauern die nationale Verantwortung dazu auf, Entscheidungen zu treffen. Ich bin mit euch, um die Ernährungssouveränität zu verteidigen, erste Souveränität einer nachhaltigen politischen Unabhängigkeit.

Ehrenpräsident der Roppa (Netzwerk der afrikanischen Bauernverbände im Westen) und CNCR-Senegal, Bauer

photo caroline morel

Caroline Morel

In Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt Swissaid bäuerliche Organisationen welche für eine ökologische, auf die lokalen Märkte ausgerichtete Landwirtschaft eintreten. Wir fördern gentechfreien Anbau, welcher das bäuerliche, lokal angepasste Saatgut aufwertet. Unsere Partner setzen sich in ihren Ländern für Ernährungssouveränität ein. Daher ist es selbstverständlich, dass wir uns auch in der Schweiz für dieses Konzept einsetzen, welches es erlaubt sich im Umfeld des Klimawandels, den zukünftigen Herausforderungen im Bereich der Ernährung, zu stellen. Ein Dank und ein Bravo an Uniterre für ihre Arbeit mit den Bauern, hier und anderswo.

Caroline Morel, Geschäftsleiterin Swissaid