Argumente

iconConso hand

Wenn Ihr Euch als Konsumentin oder Konsument gesunde Lebensmittel aus der Region und eine direkte Zusammenarbeit der Landwirtschaft mit der Bevölkerung wünscht, habt ihr einen guten Grund diese Initiative zu unterstützen.

Wenn ihr über die letzen Entscheide des Parlaments über die Deklarationspflicht erstaunt seid, könnt Ihr die Gelegenheit nützen, um eine Wende zu provozieren.

iconPaysan handWenn ihr eure Produkte an Grossverteiler liefert, seid ihr sicher unter Druck, ihr wisst nicht immer, welchen Preis ihr für eure Waren erhalten werdet, wie lange und wie viel ihr verkaufen könnt. Ihr solltet einen Vertrag haben, doch der ist inexistent oder lückenhaft. Die Initiative will solchen Problemen Abhilfe verschaffen, indem sie die Mengensteuerung wieder in die Hände der Bäuerinnen und Bauern legt, damit wir sicher nur so viel wie nötig produzieren, anstatt uns den Wünschen der Industrie zu beugen.

Uniterre-Femmes
Wir Frauen unterstützen die Initiative für Ernährungssouveränität.
Die Frauen von La Via Campesina und Uniterre stehen für Ernährungssouveränität ein und zwar überall auf der Welt. Wir unterstützen diese Basisbewegungen, weil es wichtig ist, sich gegen die neoliberale Politik der Regierungen zu stellen und zukunftsfähige Lösungen aufzuzeigen.

imgDep-Wheat-NicolasRepond

Nicht selten wird das Konzept der Ernährungssouveränität als Entwicklungsprojekt der Bauern und Bäuerinnen des Südens für die Bäuerinnen und Bauern des Südens verstanden. Das ist nicht korrekt. Dieses Konzept wurde von Bäuerinnen-und Bauernorganisationen aus allen Kontinenten entwickelt.

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Die primäre Aufgabe der Landwirtschaft ist die Versorgung der Bevölkerung mit gesunden Nahrungsmitteln. Dies unter Berücksichtigung der verfügbaren natürlichen Ressourcen im Land und im Einklang mit den Erwartungen der Bevölkerung. In einigen Sektoren, wie bei der Milch oder beim Fleisch, deckt die Schweizer Produktion den Bedarf, während wir in anderen Bereichen, z.B. bei Früchten, Geflügel oder Gemüse, stark von Importen abhängig sind.

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Die Initiative möchte eine bäuerliche Landwirtschaft stärken, welche es allen in der Landwirtschaft arbeitenden Menschen erlaubt, mit ihrer Arbeit ein langfristig existenzsicherndes Einkommen zu erzielen. Eine lebenswerte Landwirtschaft ist nur mit aktiven Menschen möglich, die ihr Wissen einbringen. Deshalb ist es das Ziel der Initiative, die Zahl der in der Landwirtschaft Tätigen zu erhöhen. Damit sind Bäuerinnen und Bauern aber auch die Angestellten gemeint. Nur so kann eine bäuerliche Landwirtschaft mit  unterschiedlichen Strukturen und Betriebskonzepten erhalten bleiben.

imgDep-Field-NicolasRepond

Die Initiative zielt darauf ab einen transparenten einheimischen Markt zu fördern. In der Schweiz wird der Markt von einigen wenigen Playern dominiert. Diese Marktkonzentration ist die höchste in Europa. Wir befinden uns in der Situation, dass 2 grosse Ketten 80% des Markes beherrschen. Damit ergibt sich eine sehr undurchsichtige Dominanz über die Preisbildung, zum Nachteil der ProduzentInnen und KonsumentInnen.

imgDep-Earth-NicolasRepond

Die Schweizer Landwirtschaft wird auch durch die Arbeit von ausserfamiliären Angestellten getragen. Diese Angestellten haben häufig schlechte Arbeitsbedingungen. Leider waren die Bemühungen, um eine Branchenlösungen zu finden, bis heute ergebnislos. Jeder Kanton hat seine  eigenen Verträge, völlig unterschiedlich bezüglich der Löhne sowie der Wochen-Arbeitszeit.

manifSouvalim

Heute werden die Fragen bezüglich Landwirtschaft und Ernährung nicht ausreichend in die Gesellschaft getragen. Deshalb wäre es wünschenswert diesem Dialog genügend Raum zu verschaffen, um Informationen auszutauschen und um politische und demokratische Formen einzuführen, die den gesellschaftlichen Anliegen Rechnung tragen. Dieser Dialog sollte sich abheben von Marketing-Kampagnen und reiner Produktepromotion.

imgWorld

Wir wollen nicht weiterhin ignorieren, dass die Produktionskosten und die Standards in den verschiedenen Ländern sehr unterschiedlich sind, auch was unsere angrenzenden Nachbarländer angeht. Schenkt man diesen Unterschieden Beachtung wird schnell klar, dass das Kostenumfeld in der Schweiz viel höher ist als bei unseren Nachbarn. Aktuell wird an Variablen geschraubt, welche die sozialen Bedingungen verschlechtern oder Konsequenzen für die Umwelt haben.