Bild GV 21 September 2016Am 21. September 2016 wurde in Bern die Allianz für Ernährungssouveränität gegründet. Rund 30 engagierte Personen und VertreterInnen von Organisationen legten den Grundstein für eine vielfältige und breite Basis für den Abstimmungskampf.  Wir schlagen eine Erneuerung des Vorstandes vor und es stehen weitere wichtige Themen zur Debatte, wie z.B. unsere Position zum Gegenentwurf der Ernährungssicherheits-Initiative des Bauernverbands. Deshalb laden wir Sie herzlich zur Generalversammlung der Allianz für Ernährungssouveränität vom Mittwoch, 23. August 2017 um 19.30 Uhr im Restaurant Casa d'Italia (Saal) an der Bühlstrasse 57 in Bern ein. Dauer 1 ½ bis 2 Stunden.

photo 1Es ist Zeit, zu handeln, und zwar an drei Fronten gleichzeitig, da unsere „Handelspartner“ die Lage der Bäuerinnen und Bauern  missachten!

Mengenverwaltung und faire Preise: diese zwei Pfeiler ermöglichen den Bauernfamilien eine Zukunft – sie stehen schwarz auf weiss in der Initiative für Ernährungssouveränität. Die Abwesenheit von klaren Regeln im Milchmarkt hat Konsequenzen. Seit Jahren ist der Milchpreis stark am sinken. Diskussionen mit Handelspartnern, das Festlegen von Richtpreisen – die nie respektiert wurden –, Zentralisierungsbemühungen im Milchmarkt sowie Segmentierung, nichts fruchtet. Obwohl der internationale Milchpreis inzwischen wieder am steigen ist und in der Schweiz weniger produziert wird, stagnieren die Preise auf einem so tiefen Niveau, dass sie nicht einmal mehr die Hälfte der Produktionskosten decken.

mobilisation paysanne-03 screenKonsumenten, Bäuerinnen und Bauern gemeinsam für Ernährungssouveränität

Raus aufs Land! Wir besuchen per Velo, zu Fuss oder mit dem Auto Bauernhöfe und Dörfer. Einerseits möchten wir die regionalen Komitees durch diese Aktion stärken und ebenso die Argumentationsfähigkeit der UnterstützerInnen. Anderseits verstärken wir so die Sichtbarkeit in den ländlichen Regionen und schaffen neue Kontakte zu Bäuerinnen und Bauern sowie den ländlichen Strukturen.  

 

gartencoop freiburg optimalAuf der ganzen Welt sind ihre Arbeitsbedingungen katastrophal, auch in der Schweiz. Und auch hier gibt es viele Kleinbäuerinnen und -bauern, die ihre Höfe aufgeben und ihre Arbeitskraft verkaufen müssen. Als letztes Glied in der landwirtschaftlichen Produktionskette haben LandarbeiterInnen die Rolle unentbehrlicher HelferInnen; unerlässlich, aber ohne die Möglichkeit sich zu wehren, schlecht vertreten und gering geschätzt. Ihr Beitrag an die landwirtschaftliche Produktion ist von grundlegender Bedeutung!

20170323 205346 dAm Donnerstag, 23. März 2017 lud die Uniterre zur «Strohballenarene» am FIBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) in Frick ein. Uniterre ist eine unabhängige Organisation von Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz. Ihre Wurzeln hat die Organisation primär in der Westschweiz. Der mehrheitlich aus kleineren und mittleren bäuerlichen Familienbetrieben bestehenden Organisation gelang es jedoch in letzter Zeit auch in der deutschsprachigen Schweiz Fuss zu fassen. 

IMG 4578 klein-1Die negativen Entwicklungen in Landwirtschaft und Ernährungspolitik schockieren uns. Gleichzeitig leben wir in unserem Alltag Zuwendung zu Lebensmitteln, Menschen und Natur. Wir wollen dich ermutigen und auffordern: Wirtschaften für ein gutes Leben für alle! Das herrschende Wirtschaftssystem basiert auf der Logik von Größenwachstum. Die Folgen sind einerseits Profit für wenige und andererseits Hunger, Machtkonzentration sowie Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen und Natur.

 

Mit dem Brexit, der Wahl von Donald Trump, dem Anstieg des Rechtsextremismus in Europa und der Migrationsentwicklung ist es dringend notwendig, die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen und ihrer Bevölkerung zu verstärken, „für den Erhalt und die Entwicklung der bäuerlichen Landwirtschaft, für nahrhafte und gesunde Lebensmittel, die allen zugänglich sind, sowie für den Schutz des Planeten“.

Medienmitteilung vom 16. Februar 2017

Unsere Initiative für eine einheimische, vielfältige, nachhaltige, gentechfreie und einträgliche Landwirtschaft will einen fundamentalen Kurswechsel. Wir treten ein für regionale Wirtschaftskreisläufe und ein Denken in Generationen. Das bedingt eine möglichst ökologische und sozial nachhaltige Agrikultur. Und steht damit in Übereinkunft mit den Forderungen des Weltagrarberichts (2008), den Nachhaltigkeitszielen der UNO sowie der Agenda 2030. 

uniterre2in ECVC veröffentlicht

 Die Idee für eine Verankerung der Ernährungssouveränität in der Schweizer Verfassung entstand nach dem IV. Internationalen Treffen von La Via Campesina in Maputo (Mosambik) im Jahr 2008. An dieser Konferenz wurden die Mitglieder von La Via Campesina aufgerufen, sich konkret für die Ernährungssouveränität einzusetzen und zu versuchen, in ihren jeweiligen Ländern eine Anpassung der Gesetzgebung zu erreichen, die eine Respektierung der Grundlagen für die Ernährungssouveränität in der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik garantiert.

an die Medien
Lausanne, 29.Nov. 2016

Gegenvorschlag des Ständerats zur Ernährungssicherheitsinitiative : Ein unausgegorenes Projekt , das um den heissen Brei herumredet.

 Uniterre und die Initiative « für Ernärhungssouvernänität » haben von der Entscheidung des Ständerrats, einen Gegenvorschlag zur « Ernährungssicherheitsinitiative » zu lancieren, Kenntnis genommen. Im Bericht der Kommission WAK-S wird ausgedrückt, dass das Gegenprojekt z.T. den Erwartungen unserer Initiative entgegenkommt. Dem widersprechen wir klar.