mobilisation paysanne-03 screenKonsumenten, Bäuerinnen und Bauern gemeinsam für Ernährungssouveränität

Raus aufs Land! Wir besuchen per Velo, zu Fuss oder mit dem Auto Bauernhöfe und Dörfer. Einerseits möchten wir die regionalen Komitees durch diese Aktion stärken und ebenso die Argumentationsfähigkeit der UnterstützerInnen. Anderseits verstärken wir so die Sichtbarkeit in den ländlichen Regionen und schaffen neue Kontakte zu Bäuerinnen und Bauern sowie den ländlichen Strukturen.  

 

gartencoop freiburg optimalAuf der ganzen Welt sind ihre Arbeitsbedingungen katastrophal, auch in der Schweiz. Und auch hier gibt es viele Kleinbäuerinnen und -bauern, die ihre Höfe aufgeben und ihre Arbeitskraft verkaufen müssen. Als letztes Glied in der landwirtschaftlichen Produktionskette haben LandarbeiterInnen die Rolle unentbehrlicher HelferInnen; unerlässlich, aber ohne die Möglichkeit sich zu wehren, schlecht vertreten und gering geschätzt. Ihr Beitrag an die landwirtschaftliche Produktion ist von grundlegender Bedeutung!

20170323 205346 dAm Donnerstag, 23. März 2017 lud die Uniterre zur «Strohballenarene» am FIBL (Forschungsinstitut für biologischen Landbau) in Frick ein. Uniterre ist eine unabhängige Organisation von Bäuerinnen und Bauern in der Schweiz. Ihre Wurzeln hat die Organisation primär in der Westschweiz. Der mehrheitlich aus kleineren und mittleren bäuerlichen Familienbetrieben bestehenden Organisation gelang es jedoch in letzter Zeit auch in der deutschsprachigen Schweiz Fuss zu fassen. 

IMG 4578 klein-1Die negativen Entwicklungen in Landwirtschaft und Ernährungspolitik schockieren uns. Gleichzeitig leben wir in unserem Alltag Zuwendung zu Lebensmitteln, Menschen und Natur. Wir wollen dich ermutigen und auffordern: Wirtschaften für ein gutes Leben für alle! Das herrschende Wirtschaftssystem basiert auf der Logik von Größenwachstum. Die Folgen sind einerseits Profit für wenige und andererseits Hunger, Machtkonzentration sowie Ausbeutung und Unterdrückung von Menschen und Natur.

 

Mit dem Brexit, der Wahl von Donald Trump, dem Anstieg des Rechtsextremismus in Europa und der Migrationsentwicklung ist es dringend notwendig, die Zusammenarbeit zwischen den Regierungen und ihrer Bevölkerung zu verstärken, „für den Erhalt und die Entwicklung der bäuerlichen Landwirtschaft, für nahrhafte und gesunde Lebensmittel, die allen zugänglich sind, sowie für den Schutz des Planeten“.

Medienmitteilung vom 16. Februar 2017

Unsere Initiative für eine einheimische, vielfältige, nachhaltige, gentechfreie und einträgliche Landwirtschaft will einen fundamentalen Kurswechsel. Wir treten ein für regionale Wirtschaftskreisläufe und ein Denken in Generationen. Das bedingt eine möglichst ökologische und sozial nachhaltige Agrikultur. Und steht damit in Übereinkunft mit den Forderungen des Weltagrarberichts (2008), den Nachhaltigkeitszielen der UNO sowie der Agenda 2030. 

uniterre2in ECVC veröffentlicht

 Die Idee für eine Verankerung der Ernährungssouveränität in der Schweizer Verfassung entstand nach dem IV. Internationalen Treffen von La Via Campesina in Maputo. An dieser Konferenz wurden die Mitglieder von La Via Campesina aufgerufen, sich konkret für die Ernährungssouveränität einzusetzen und zu versuchen, in ihren jeweiligen Ländern eine Anpassung der Gesetzgebung zu erreichen, die eine Respektierung der Grundlagen für die Ernährungssouveränität in der Landwirtschafts- und Ernährungspolitik garantiert.

an die Medien
Lausanne, 29.Nov. 2016

Gegenvorschlag des Ständerats zur Ernährungssicherheitsinitiative : Ein unausgegorenes Projekt , das um den heissen Brei herumredet.

 Uniterre und die Initiative « für Ernärhungssouvernänität » haben von der Entscheidung des Ständerrats, einen Gegenvorschlag zur « Ernährungssicherheitsinitiative » zu lancieren, Kenntnis genommen. Im Bericht der Kommission WAK-S wird ausgedrückt, dass das Gegenprojekt z.T. den Erwartungen unserer Initiative entgegenkommt. Dem widersprechen wir klar.

tisa-4-12-2016-1TiSA ist ein Abkommen über den Handel von Dienstleistungen, das seit 2012 in Genf im Geheimen ausgehandelt wird. TiSA plant den freien Handel aller Dienstleistungen zwischen 50 Ländern, darunter der Schweiz, der EU, den USA, Australien und vielen anderen. 

Demo am 4. Dezember in Genf
14Uhr, zone piétonne du Mont-Blanc

 

3Das zweite europäische Nyéléni-Forum für Ernährungssouveränität fand vom 25. – 30. Oktober in Cluj-Napoca, Rumänien, statt. Über 700 TeilnehmerInnen aus rund 40 Ländern, darunter Bäuerinnen und Bauern, KonsumentInnen und urbane Bewegungen, NGO’s, ArbeiterInnen und Gewerkschaften, fanden dabei zusammen.